1+1 ist mehr als 2

In die Gießform fixierte Metallteile wie Wellen oder Naben werden von der dünnflüssigen Schmelze vollständig umflossen und mit der Aushärtung form- und kraftschlüssig verbunden. Durch die Schwindung bei der Kristallisation und beim Abkühlen schrumpft die Kunststoffbandage zusätzlich auf den nach DIN 82 1973-01 gerändelten Metallkern. Diese axial und radial unlösbare Hybridverbindung erlaubt es, die Vorteile zweier Materialien in einem Werkstück zu vereinen:

1. Stahl: Übertragung hoher Kräfte und Drehmomente, die Ableitung von Wärme, Konstruktion und Passungen nach Stahl-Normen etc.

2. HAWAMID 12G: Trockenlauf möglich, gute Gleiteigenschaften, geringes Gewicht, Dämpfung, Geräuschreduzierung, Verschleißfestigkeit etc.

Im Ergebnis entsteht ein hoch funktionaler Werkstoffverbund, der so mit anderen Kunststoffen nicht möglich ist.

Gängige Nabenwerkstoffe sind Stähle aus 11SMn30, 36SMnPb14, C45, St52K, 1.4301 V2A, 1.4305 V2A, 1.4571 V4A, Aluminium, Messing (andere Werkstoffe auf Anfrage).

 

Chemischer Korrosionsschutz

Sollen die Fertigteile unter korrosiven Umgebungseinflüssen eingesetzt werden und ist die Verwendung von Edelstahl aus Kostengründen nicht möglich, bietet sich ein chemischer Korrosionsschutz an. Um das Rosten zu vermeiden, werden die Fertigteile in ein galvanisches Bad gegeben. Dabei werden die offen liegenden Metalloberflächen mit einer Zink-Auflage von 3-5 µ beschichtet.

HAWAMID PA 12G / FE
PA 12G ist fast der einzige Kunststoff, mit dem kraft- und formschlüssig eingegossene Naben herstellbar sind;
Zahnrad mit Nabe aus Chrom-Molybdänstahl mit konischem Sitz
HAWAMID PA 12G / FE
Aufgesägte Bandage zeigt den Rändel.
HAWAMID PA 12G / FE
Hoch belastetes Zahnrad mit Polygon-Stahlnabe.
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